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Mercedes
Ein Mercedes Oldtimer der besonderen Art – der mit der
Heckflosse.
Das Auto mit der Heckflosse kennt wohl jeder Mercedes Oldtimer
Freund. Der Spitzname für die Baureihen W 110 bis W 112 ist
heute noch weit verbreitet, auch wenn dieser Name nie
offiziell in einem Prospekt genannt wurde.
Hier in dieser Baureihen war der 190 D mit seinen 55 PS, bei
4200 U/min, Viergang Getriebe mit Lenkradschaltung, aus dem
Jahr 1962 ein besonders beliebtes Auto.
Mercedes Oldtimer Fans
träumen noch heute von diesem Auto.
Die kleinen Flossen des W 110 kamen auf der IAA im Jahr 1961
und erweiterten das Mercedes Angebot nach unten in die
preiswerteren Modelle. Natürlich wollte Mercedes sie schon
damals deutlich von den Sechszylindern, den W 111er und den
opulenten Modellen der 300er Serie unterscheiden, und
verpasste dem 190er einfach runde, anstelle der bekannten
rechteckigen Scheinwerfer. Auch die Stoßstangen mit den
bekannten Hörnern wurde gegen einfache, glatte Stoßstangen
ausgetauscht.
Das Flossenheck war in der damaligen Zeit für
Mercedes einfach eine Art
Peilstab Parkhilfe, da beim Einparken oder beim
Rückwärtsfahren die Flosse deutlich im Rückspiegel sichtbar
war. Die echten Peilstäbe gab es dann aber erst wieder ab der
W 140 Serie.
Gerade in den Anfangsjahren erfreute sich der 190er besonders
großer Beliebtheit. Fast 40 % der Kunden – so ergab eine
Umfrage von
Mercedes – schätzten die
gute Qualität und die Robustheit dieses Types.
Erstmals wurde hier in diesem Model – übrigens weltweit – eine
Art von Knautschzone und eine stabilere Fahrgastzelle verbaut.
Crashtest, wie sie heute üblich sind gab es zur damaligen Zeit
allerdings noch nicht.
Ein wesendlich wichtigeres Verkaufsargument war beim kleinen
Heckflossen Mercedes die Robustheit, und der für ein Auto
dieser Zeit geringe Verbrauch. Dieses war auch ein Grund,
warum das Modell besonders bei Taxifahrern so beliebt wurde.
Optisch gab der Mercedes aber auch durch seine Weißwandreifen
und das weiße Lenkrad mit dem Silbernen Hupenring noch einiges
her. Ein zweiter – rechter – Außenspiegel war zu dieser Zeit
auch noch eine Besonderheit.
Einige weitere Besonderheiten an diesem Modell war der
erstmals verbaute Doppelquerlenker mit Schraubenfedern und
Stabilisatoren vorne, sowie die neue Eingelenk Pendelachse und
Ausgleichsschrauben Federn hinten.
Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/Stunde und die
Höchstgeschwindigkeit von 130 km/ Stunde lassen heute
allerdings nur noch Fans dieses Oldtimers begeistern.
Die heute noch zugelassenen W 110 – 112 Modelle sind feste in
der Hand von
Oldtimer Freunden und
ziehen – meistens Top Restauriert – heute mehr Blicke auf sich
als in den Jahren ihrer Markteinführung. |
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